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Runder Tisch "Naturschutz"

Naturschutzgruppe Reiffenhausen

Bei einer Dorfversammlung im Dorfgemeinschaftshaus im Jahr 2012 kristallisierte sich neben anderen Themen auch der Naturschutz als wichtiges Zukunftsthema für Reiffenhausen heraus. Dies führte zur Einrichtung des neuen Runden Tisches „Naturschutz“, einem lockeren Zusammenschluss naturinteressierter Dorfbewohner.

Wir organisieren in Zusammenarbeit mit der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen (BSG) regelmäßig die Pflege des östlich von Reiffenhausen gelegenen langgestreckten Kalkmagerrasen "Am Heerberge". Zusätzlich zur durch den Landkreis Göttingen beauftragten Schaf- und Ziegenbeweidung führen wir ein- bis zweimal jährlich Pflegemaßnahmen auf der Fläche durch. Hintergrund ist das Vorkommen gefährdeter Pflanzenarten, besonders der Orchidee „Dreizähniges Knabenkraut (Neotinea tridentata)“. Um deren Wachstum zu fördern, muss die Fläche von Verbuschung freigehalten und gemäht bzw. Stockausschläge entfernt werden.

Daneben haben wir in den vergangenen Jahren folgende Aktionen durchgeführt:

  • Fledermausvortrag im DGH und Fledermausexkursionen in Reiffenhausen und Besenhausen
  • Beratung bei Fledermausvorkommen
  • Naturkundliche Exkursion mit der BSG nach Reckershausen und Reiffenhausen
  • Waldprogramm mit der Kinderfeuerwehr

Zu den Pflegemaßnahmen rufen wir per E-Mail, auf der Dorf-Webseite und durch Aushang im Dorf auf. Die Naturschutzgruppe ist offen für jeden und für weitere Naturschutzthemen. Wer sich einbringen möchte, kann sich gerne an uns wenden.


Pflege Orchideenhang Am Heerberge

2013 hat die Naturschutzgruppe Reiffenhausen die Pflege der Fläche in Zusammenarbeit mit der BSG Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen übernommen. Pflegemaßnahmen werden ein- bis zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst durchgeführt und öffentlich bekannt gemacht.


Ausschnitt aus der Flächenbeschreibung der BSG:

"Der östlich Reiffenhausen gelegene langgestreckte Kalkmagerrasen "Am Heerberge" ist süd- bis nordwestlich exponiert und sanft ansteigend. Ringsum ist er von Gebüschsäumen umgeben und dadurch vor starker Austrocknung geschützt. Im nördlichen Teil hat die Fläche durch viele Obstbäume den Charakter einer moosreichen, mageren Streuobstwiese. Der mittlere Teil ist flachgründiger und die Vegetation deutlich kürzwüchsiger und schütterer. Der vorherrschende Vegetationstyp ist der Enzian-Schillergrasrasen (Gentiano-Koelerietum), wobei Vorkommen von Luzula campestris stellenweise Oberflächenversauerung anzeigen. Im südlichen Teil geht der Magerrasen in eine nährstoffreichere Weide über.

Im mittleren Teil stocken einige große Hainbuchen, Eichen, Linden und Hasel-Sträucher. Die Hainbuche ist hier eine invasive Art, die sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet hat und deshalb mechanisch und per Hand dezimiert wird. Die Biotoppflege wird neben der durch den Landkreis Göttingen beauftragten Schaf- und Ziegenbeweidung von Mitgliedern der Biologischen Schutzgemeinschaft (BSG) aus Reiffenhausen organisiert. Hauptgrund für diese Pflegemaßnahmen ist das Vorkommen gefährdeter Pflanzenarten, bes. des Dreizähnigen Knabenkrautes (Neotinea tridentata)."

Impressionen von Pflegemaßnahmen zu unterschiedlichen Jahreszeiten:




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