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900 Jahre Reiffenhausen

Auftaktveranstaltung am 15.04.2018

Bilder in der Galerie

Proppenvoll war das Dorfgemeinschaftshaus bei sonnigem Wetter kurz vor 14 Uhr am Sonntag, dem 15.04.2018, so dass für die noch hereinströmenden Besucher weitere Stühle herangeschleppt werden mussten.

Ortsbürgermeisterin Dagmar Hildebrandt-Linne begrüßte die Gäste und bedankte sich beim Festausschuss, bei den Organisatoren der Auftaktveranstaltung, beim ehemaligen und jetzigen Ortsheimatpfleger Kurt Stenske und Bernd Magerkurth für die Zusammenstellung der Ausstellung sowie bei den Landfrauen Reiffenhausen für Kaffee und Kuchen.

Sie bedankte sich auch für die vielfältigen Beiträge zur Festschrift, die wegen der Erkrankung von Hans-Dieter Raupp, RB-Druck Raupp, noch nicht fertig gestellt werden konnte. Sie versprach die Verteilung der Festschrift spätestens bis zum Scheunenfest und lud zu den folgenden Feierlichkeiten in Reiffenhausen ein: Grenzbegehung am 1. Mai 2018, Scheunenfest am 23. Juni 2018 und Adventseröffnung am 2. Dezember 2018. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres wird es eine Silvesterfeier auf Roseliebs‘ Saal geben.

Auch Bürgermeister Andreas Friedrichs begrüßte die anwesenden Gäste und befürchtete schon aufgrund des starken Besucherandrangs einen künftigen Antrag aus Reiffenhausen für einen Anbau am DGH. Er lobte den reibungslosen Übergang von „Alt-Ortsbürgermeister“ Bernd Magerkurth auf Dagmar Hildebrandt-Linne, stellte aber auch klar, dass die vielen Aktivitäten im Dorf nur mit vielen helfenden Händen im Hintergrund zu bewältigen sind. Er sei gerne in Reiffenhausen und habe Spaß daran, zu dieser tollen Dorfgemeinschaft beizutragen.

Einen geschichtlichen Überblick gab Ortsheimatpfleger Bernd Magerkurth. Er erläuterte die Schwierigkeiten, sich auf die „richtige“ Jahreszahl einer ersten urkundlichen Erwähnung festzulegen, dass die Entscheidung für das Jubiläum aber letztendlich zugunsten der Erwähnung vom 3. Dezember 1118 getroffen wurde. Vermutlich ist Reiffenhausen aus älteren Siedlungen im Bereich der Klippmühle entstanden. Er beschrieb, dass es auch schon vor mehr als 900 Jahren Besiedlung in der Umgebung gab, wie Scherbenfunde und Funde römischer Münzen (131/132 n. Chr.) in der Umgebung zeigen. Auch die gefundene etwa 5000 Jahre alte Kupferaxt zeugt von einer frühzeitlichen Besiedlung in der Region.

In einem Überblick über die letzten Jahrhunderte hob er u.a. Grenzstreitigkeiten zwischen Rustenfelde und Reiffenhausen wegen der Waldflächen am Heerberge hervor, was zur Folge hatte, dass 1602 Grenzsteine aufgestellt wurden.

Neben den historischen Fakten stellte Bernd Magerkurth die Geschehnisse und Errungenschaften in Reiffenhausen in den vergangenen Jahren anhand einer Bilderpräsentation vor: die Entwicklung des Freibades vom ehemaligen Feuerlöschteich bis zur Modernisierung im Jahr 2006, den Bau und die Inbetriebnahme der Bioenergieanlage in 2008, die Modernisierung des Kindergartens sowie der Sicherstellung des Betriebs durch Einrichtung einer Kindertagesstätte mit mehr Kindern, die Einrichtung und Schließung des Dorfladens und des Fördervereins, den Ausbau des Museums in der früheren Gefrieranlage im DGH, die Modernisierung der Mosterei mit neuen Geräten, die Unwetterschäden im Sommer 2015, die Einführung des Pedelec-Verleihs in 2016 und zuletzt die aktuelle Kirchensanierung von außen mit Restaurierung der Kirchturmkugel.

Nach diesem Vortrag konnten sich die Besucher mit Getränken und am reichhaltigen Kuchenbuffet stärken, das die Reiffenhäuser Landfrauen in gewohnter professioneller Form organisiert hatten. Daneben bestand für die Gäste die Gelegenheit, die Stellwände mit alten Dokumenten und die ausgelegten Alben mit historischen Bildern zu bestaunen.

Zwischen Museum und Saal entstand ein reger Besucherverkehr. Viele ließen sich die Besichtigung der historischen Sammlung, die erstmalig nach längerer Pause nach Unwetterschäden zu besichtigen war, nicht entgehen. In liebevoller Kleinarbeit ist hier eine beachtliche Sammlung an Ausstellungsstücken aus dem Dorf zusammengetragen und aufgebaut worden.

Zum Abschluss präsentierte Kurt Stenske als ehemaliger Ortsheimatpfleger alte Fotos auf einer Leinwand, mit technischer Unterstützung von Ulrike Magerkurth. Mit nach Themen geordneten Bildern alter Häuser, Personen, Kirmesumzügen sowie Bildern aus der Landwirtschaft, vom Hochwasser, von der Schule und der Kirche konnte in Erinnerungen an alte Zeiten geschwelgt werden. Die Zeit war viel zu kurz, um alle Bilder und ausgelegte Alben ausreichend zu würdigen.

Gegen 18 Uhr ging ein sehr informativer und geselliger Nachmittag zu Ende. Vielleicht werden historische Sammlung und Archiv künftig öfter für interesssierte Besucher geöffnet werden. Es wäre eine Bereicherung fürs Dorf.




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